Leben in Papua-Neuguinea – einfach schwer | FÄLLT LEIDER AUS!

Feb 28, 2021

11:30

Hinterm Vorhang

100min

Daniel Rüdiger

Leben in Papua-Neuguinea – einfach schwer

 

Papua-Neuguinea gilt als Land des Abenteuers und verspricht Unerwartetes. Abseits touristischer Pfade ist Daniel von Rüdiger in das Alltagsleben verschiedener Bevölkerungsgruppen dieser abgelegenen Pazifikregion eingetaucht. Eindrücklich dokumentiert er deren respektvollen Umgang mit der Natur und das soziale Leben in der Dorfgemeinschaft.
Die Menschen an den Ufern des Sepiks gehören zu den letzten, die ihrem ursprünglichen Lebensstil treu bleiben konnten. Ihre autarke Lebensweise und ihr schonender Umgang mit Ressourcen stehen im krassen Kontrast zum westlichen Alltag.
Mit viel Einfühlungsvermögen hat Daniel von Rüdiger es geschafft, in die Dorfgemeinschaft aufgenommen zu werden. So gelang ihm eine beeindruckende Foto- und Filmdokumentation über das einfache, aber doch erfüllte Leben in der Wildnis Papua-Neuguineas.
Ein besonderer Fokus gilt den Kindern die selbstständig füreinander sorgen. Spielerisch erlernen sie die nötigen Fähigkeiten für ein Überleben im Dschungel.
Folgen Sie den Frauen auf den Tauschmarkt und beobachten Sie, wie diese aus Pflanzen nützliche Gegenstände herstellen. Schauen Sie den Männern beim Bau ihrer traditionellen Einbaum-Kanus über die Schulter und erleben Sie rituelle Tänze hautnah mit.

Daniel von Rüdiger gibt Einblick in das Alltagsleben verschiedener Bevölkerungsgruppen in der abgelegenen Sumpflandschaft des Sepik Flusses. Anhand seines dokumentarischen Bild- und Tonmaterials veranschaulicht er die alltäglichen Tätigkeiten der Selbstversorger und gibt seltene Einblicke in ihre Kultur.

Ein besonderer Fokus gilt den zahlreichen Kindern. Sie bilden bereits in sehr jungen Jahren eine selbstständige Gemeinschaft, in der sie gegenseitig füreinander sorgen. Im spielerischen Umgang erlernen sie die nötigen Fähigkeiten für ein Überleben im Dschungel. Dazu zählt das Fischen, das Jagen mit Steinschleuder und der sichere Umgang mit dem Buschmesser.
Neben der Versorgung der Neugeborenen übernehmen die Frauen viele weitere wichtige Aufgaben in der Gemeinschaft. Wir folgen ihnen auf den Tauschmarkt und lernen, wie sie aus Pflanzen nützliche Gebrauchsgegenstände herstellen. Außerdem beobachten wir sie bei der Herstellung des Grundnahrungsmittels Sago, das in einem anstrengenden Arbeitsprozess aus dem Sago-Baum gewonnen werden muss.
Den Männern folgen wir zum Bau eines Einbaum-Kanus, dem wichtigsten Transportmittel dieser Region. Wir erleben, wie wichtig die Zusammenarbeit ist, damit solch ein Bauprojekt auch mit spärlichen technischen Hilfsmitteln verwirklicht werden kann. Wir folgen ihnen ins Männerhaus und erhalten Einblick in Vorbereitungen auf rituelle Tänze sowie bei der Herstellung von Kult- und Kunstgegenständen.

Die kulturellen Tätigkeiten sind Identität stiftend und wichtig für eine starke Gemeinschaft zwischen den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen. Doch auch die hier vorgestellten Inseldörfer, am Ende der Welt, bleiben nicht von Umbrüchen und der Verlockung des Geldes verschont. Wir verlassen mit jungen Männern das Dorf und erleben inmitten des Dschungels die schwere aber zugleich geduldsame Arbeit des Goldschürfens. Sollten sie fündig werden, zieht es die Männer in die kontrastreiche Lebenswelt der Hauptstadt Port Morsby. Dort können die Schwierigkeiten beobachtet werden, die mit dem Übergang zu einer moderneren Gesellschaft einhergehen.

Als Klammer der unterschiedlichen bildlichen Eindrücke dienen eigene musikalische Komposition. Die privaten Eindrücke von Daniel ermuntern zur Reflexion unserer eigenen Lebenswelt. In einer Zeit, in der sich die Menschheit immer mehr der Bedeutung von Nachhaltigkeit bewusst wird, sollte uns der respektvolle Umgang der Inselbewohner mit der Natur, sicherlich als Vorbild dienen.

 

 

 

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  • Daniel Rüdiger (kleines Porträt)
    Daniel Rüdiger

    Dokumentarist

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