Holger Fritzsche

Reisefotograf, Fotojournalist

In der DDR aufgewachsen, wurde mir das Studium verwehrt. Daraufhin stellte ich einen Ausreiseantrag und wartete, ohne es jeden Tag herbeizusehnen, auf meinen Rausschmiss aus der DDR.
1986 reiste ich auf der Suche nach Abenteuern und mit dem schönen Motto „Unerkannt durch Freundesland“ das erste Mal und illegal in den größten Flächenstaat der Welt ein. Erst nach sechs Wochen viel es zwei Milizionären auf, dass ich nicht in ihrem Land seine dürfte und sie sperrten mich weg – aber nur kurz. Ich sei jung, und könnte noch aus meinen Fehlern lernen. Dieser Satz begleitet mich mein halbes Leben. Heute höre ich ihn leider nicht mehr.
Nach der Implosion der DDR jobbte ich als Waldarbeiter, Schweißer, Elektriker, Kundendienstmonteur und Landschaftsgärtner, bevor ich mich als Fotograf und Veranstalter selbständig machte. Fuhr mit einem Motorrad durch Afrika und Australien, lernte Gleitschirmfliegen und ein guter, also praktizierender Vater zu werden.

Ab dem Jahr 2000 wandte ich mich wieder intensiver Russland und in den letzten Jahren auch der schönen Mittelmeer-Insel Sardinien zu. Mit meinen Live-Reportagen war ich bei allen großen Veranstaltern im deutschsprachigen Raum, in Österreich und in der Schweiz zu Gast. Produzierte drei Beiträge für das MDR-Fernsehen und bin berufenes Mitglied der Gesellschaft für Bild und Vortrag.
2016 erschien bei National Geographic mein Buch mit dem Titel TRANSSIB – Wodka, Weite, Abenteuer.

Live-Reportagen